Internationales Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE)
Zukunftswerkstatt – ein Workshop zum Erhalt der Artenvielfalt
Integriertes Stakeholdermanagement im Siebengebirge
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Diversität von Insekten in Naturschutzarealen (DINA)“, war es Ziel der „Zukunftswerkstatt“, gemeinsam mit verschiedenen Stakeholdern Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie ein Zusammenwirken der vielschichtigen Anliegen (integriertes Stakeholder-Management) in einem Naturschutzgebiet zukünftig aussehen kann. Denn, so sagt unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Angela Turck, die das DINA-Projekt maßgeblich betreut:
„Gute Lösungen lassen sich nur gemeinsam finden.”
Angela Turck, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Internationalen Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE)
Viele Ansätze, Ideen und Meinungen wurden in der Zukunftswerkstatt miteinander durchdacht. Dabei ging es insbesondere darum, einen Ausgleich zwischen den Stakeholdern mit Fokus auf den Erhalt der Biodiversität in Naturschutzgebieten zu schaffen.
Langfristiges Ziel des DINA-Projekts ist es, evidenzbasierte Politikempfehlungen auszusprechen, die einen effektiveren Schutz der Biodiversität, unter Einbezug der Stakeholder, ermöglichen.
Fazit der Veranstaltung: Mehr Kommunikation und mehr Bildung
14 Vertreter aus verschiedensten Stakeholdergruppen wie Landwirte, Förster, Jäger, Politiker, Lobbyisten, aus Behörden und Nichtregierungsorganisationen sowie der Wissenschaft, so auch Prof. Dr. Wiltrud Terlau vom IZNE, nahmen an dem Workshop „Zukunftswerkstatt“ teil. Zusammenfassend ist hervorzuheben, dass sich die unterschiedlichen Stakeholder grundsätzlich einig waren. Themen wie Kommunikation, Bildung und Änderungen in der empfundenen strikten Maßnahmengestaltung in der Landwirtschaft sind als grundlegende Einflussfaktoren für den Erhalt der Artenvielfalt in Naturschutzgebieten genannt worden. Ein regelmäßiger Austausch der Stakeholder auf Augenhöhe ist erwünscht. Zudem sind sich Landwirte und Vertreter der Naturschutzbehörden einig, dass es flexiblere Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität bedarf. Bildung, insbesondere für Kinder aller Altersstufen, ist für die Teilnehmer ein Hauptanliegen, um eine erfolgreiche und langfristige Sicherung der Biodiversität in der Natur zu bewerkstelligen. Im IZNE stehen nun Dokumentation und Auswertung der durchgeführten „Zukunftswerkstatt“ an, um alsdann einen weiteren Stakeholder-Workshop, auch für die direkt Beteiligten in DINA-Projektgebieten, anzubieten.
„Das war eine sehr gelungene Veranstaltung, vielen Dank für Ihren Mut diese Runde zusammenzustellen. Anders wird man dem Thema und den Herausforderungen aber nicht gerecht.”
Teilnehmer der Zukunftswerksatt
Über das Forschungsprojekt DINA
Diese Veranstaltung fand im Rahmen des vom BMBF geförderten „Diversität von Insekten in Naturschutz-Arealen (DINA)“-Projektes statt. Das DINA-Projekt - ein Verbundforschungsvorhaben zum Insektenschwund - ist ein interdisziplinäres Projekt. Es hat zum Ziel, die Insektenvielfalt in Naturschutzgebieten festzustellen und zu dokumentieren sowie den Einfluss, der in und um die Naturschutzgebiete agierenden Landwirte, zu erfassen.
Das IZNE untersucht innerhalb der institutionellen Rahmenbedingungen in verschiedenen Studien (qualitativ/quantitativ) die Rolle der beteiligten Stakeholder (Landwirten, Landeignern, Zivilgesellschaft, öffentlicher Verwaltung). In einem partizipativen Dialog mit Stakeholdern wird nun ein Leitfaden erstellt, der geeignet ist, deutschlandweit im (direkten) Umfeld von Naturschutzgebieten angewandt zu werden. In einer Synthese aller Projektpartner-Ergebnisse werden abschließend evidenzbasierte Politikempfehlungen ausgesprochen, die einen effektiveren Schutz der Biodiversität – unter Einbezug der Stakeholder – ermöglichen und wirksam umsetzbar gestalten.
Kontakt
Angela Turck
Wissenschaftliche Mitarbeiterin 'Verantwortungsvolles Wirtschaften und Natürliche Ressourcen', Doktorandin
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Sankt Augustin
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