Biolab

Biolab
Evaluation und Optimierung von elektronischen Systemen zur Personenauthentisierung. Adressierte Systemparameter: Performanz, Zuverlässigkeit, Usability, Überwindungssicherheit.

Projektbeschreibung

Ausgangslage

Seit vielen Jahren stellen biometrische Systeme aufgrund ihrer Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit eine wesentliche Methode zur Benutzerauthentisierung dar, denen aufgrund der steigenden Digitalisierung und Automatisierung in Authentisierungsprozessen eine immer größere Bedeutung zukommt. Mittlerweile sind sie sowohl integraler Bestandteil im Consumer-Bereich (z.B. bei Smartphones) als auch im Bereich hoheitlicher Anwendungen (z.B. bei Grenzkontrollsystemen). Durch die steigende Bedeutung biometrischer Systeme steigen aber auch die Anforderungen an die Verlässlichkeit und die Sicherheit. Um einen wirksamen Einsatz zu gewährleisten und so zum Schutz der zivilen Gesellschaft beizutragen, ist die zukünftige kontinuierliche Evaluation biometrischer Systeme von entscheidender Bedeutung.

Als Durchführungsort der Evaluationen dient das Biometrie-Evaluationszentrum (BEZ), das 2018 in enger Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem Institut für Sicherheitsforschung (ISF) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg eingerichtet wurde.

Das angezeigte Bild stellt Beisppiele für verfälschte biometrische Merkmale. Es zeigt 8 Gesichter, die entweder durch Masken, vorgehaltene Fotos oder durch ein vorgehaltenes Smartphone mit dem Foto eine anderen Person abgedeckt werden.
Verfälschte biometrische Merkmale - Dr. Holger Steiner (ISF)

Zielsetzungen

Die Ziele des Projekts Biolab liegen in der Evaluation biometrischer Systeme, der Entwicklung von Evaluationsmethodologien und -Werkzeugen, der Entwicklung neuer biometrischer Sicherheitstechnologien sowie der Durchführung von Schulungen und Workshops. Bei der Evaluation sollen drei Kriterien biometrischer Systeme untersucht werden:

1. Biometrische Performanz

Zu diesem Zwecke werden praxisnahe Funktionstest mit einer großen Anzahl an Testpersonen durchgeführt, die eine möglichst große Diversität aufzeigen sollen.

2. Überwindungssicherheit

Hierbei werden Verifikationssysteme verschiedenen Angriffsvarianten ausgesetzt, um ihre Wirksamkeit zu prüfen. Ziel ist es zu prüfen, wie gut ein System erkennt, dass ihm gefälschte biometrische Merkmale präsentiert werden. Kamerasysteme können beispielsweise durch das Tragen von Masken auf ihre Überwindungssicherheit geprüft werden.

3. Usability (Bedienbarkeit)

Die korrekte Bedienung der biometrischen Systeme durch die Nutzer wird ebenfalls im Rahmen umfangreicher Probandenstudien geprüft.

Projektleitung an der H-BRS

Prof. Dr. Norbert Jung

Forschungsprofessur für sichere eingebettete Systeme
Direktor des Instituts für Sicherheitsforschung
Vorsitzender des Senats der H-BRS
Norbert Jung
E-Mail: 
norbert.jung [at] h-brs.de
E-Mail: 
senatsvorsitz [at] h-brs.de

Prof. Dr. Robert Lange

Ingenieurwiss., insb. Elektrotechnik und elektronische Schaltungstechnik
Portrait Prof. Dr. Robert Lange
E-Mail: 
robert.lange [at] h-brs.de

Kooperierende Professorinnen und Professoren

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Geldgeber