CitizenLab: SDG-Werkstatt

Übersicht sdg-Nachhaltigkeitsziele, ENGAGEMENT GLOBAL
Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Foto: ENGAGEMENT GLOBAL

Die SDG-Werkstatt verfolgt als übergreifendes Teilprojekt der Bürgerwissenschaften das Ziel, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) regional und konkret zu bearbeiten. In interaktiver Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern und der Hochschule werden die Herausforderungen aufgezeigt und Lösungen entwickelt.

Ganz im Sinne einer Werkstatt, in der am Ende eines kreativen und anwendungsorientierten Gestaltungsprozesses Ergebnisse stehen, sollen in der SDG-Werkstatt praxisorientierte Beiträge zu nachhaltiger Entwicklung erdacht und umgesetzt werden. Dies erfolgt in gemeinsamer Zusammenarbeit mit Initiativen der Region Bonn/Rhein-Sieg, lokalen Entscheidungsträgern, Forschungseinrichtungen und Studierenden. Die Möglichkeiten der verschiedenen CitizenLabs werden genutzt, um gemeinsam Vorhaben zu realisieren, welche die nachhaltige Entwicklung stärken. Dazu gehören Workshops, gemeinsame Veranstaltungsreihen sowie Online-Tools zu Umfragen, Akteurs-Vernetzung und digital gestützte Bürgerwissenschaft.

Die innerhalb der CitizenLabs initiierten Partizipationsprozesse werden systematisch erfasst, wissenschaftlich untersucht und zum Abschluss des Projektes veröffentlicht.

Praxisprojekt mit Studierenden

Bei diesem Praxisprojekt ist die Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Sankt Augustin gefragt. Sie kennen sich am besten in ihrem „Viertel“ und ihrer Stadt aus. Dieses Wissen möchten sich Studierende der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) gemeinsam mit der Stadt Sankt Augustin und dem Wissenschaftsladen Bonn zunutze machen: Vom Stadtzentrum Sankt Augustin soll bis Ende Juni eine Art Klimakarte entstehen, die Veränderungen hin zu einer klimafreundlicheren Stadt anstoßen soll.

Karte zum Crowdmapping in Sankt Augustin
Bewertungskriterien beim Crowdmapping (Foto: H-BRS)

Wo ist es in Sankt August zu heiß, weil die Sonne erbarmungslos brennt und alles aufheizt? Auf welchen Plätzen ist es angenehm, weil Bäume Schatten spenden oder Bänke zum Ausruhen einladen? Crowdmapping nennt sich die Vorgehensweise, nach der alle Ideen, Kritikpunkte oder positive Feststellungen in eine interaktive Karte eingetragen werden. Später werden daraus Handlungsoptionen und Lösungen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hergeleitet.

Ende Juni stellen die Studierenden ihre Ergebnisse der Stadtverwaltung vor. Zunächst konzentrieren sich die Erhebungen auf das Zentrum Sankt Augustins zwischen Europaring, der Siedlung Im Spichelsfeld, der Stadtbahnlinie 66 und der Arnold-Janssen-Straße. Dieses Gebiet wird von allen Sankt Augustinern stark frequentiert, so dass Veränderungen hier sehr vielen zu Gute kommen. Mitwirkende können für das Crowdmapping aber auch ihr eigenes Wohngebiet unter die Lupe nehmen.

Die Mitwirkung vieler Menschen bei bürgerwissenschaftlichen Projekten ist wichtig. Denn alle betrachten dieselben Dinge mit anderen Augen, so dass erst zahlreiche Rückmeldungen wirklich Aufschluss geben, was vorrangig gemacht werden sollte

Zum Mitmachen schnell eine E-Mail an izne.info@h-brs.de schicken.

Es sind keine Vorkenntnisse nötig.